Introduzione e Tema con Variazioni

Introduzione e Tema con Variazioni

GIOACHINO ROSSINI

“Solo clarinet repertoire for the year 1809 was augmented by the addition of Rossini's Andante e Tema con variazioni in C (for C clarinet) dedicated to clarinettist Alessandro Abbate, a fellow student of the composer in Bologna. In a second, similar work in B-flat, also or Abbate, Rossini's understated humour, brilliance and heart-warming melodies make these works glow with Mediterranean verve”

Eric Hoeprich: The Clarinet, Yale University Press 2008

Herausgeber: Nicolai Peffer

Klavierauszug und Orchestermaterial erschienen bei

Breitkopf & Härtel, Wiesbaden

Introduzione e Tema con Variazioni für Klarinette und Orchester hat inzwischen einen festen Platz im Klarinettenrepertoire gefunden. Vermutlich wurde das Werk um 1819 in Neapel komponiert und ist – wie zuvor auch sein Andante e Tema con variazioni in C – dem Klarinettisten und Kompositionsschüler Rossinis, Alessandro Abate, gewidmet. Abate war Professor für Klarinette in Neapel und in der Zeit von 1815–1816 ebenso als erster Klarinettist des Teatro La Munizione in Messina tätig. Leider lassen sich der genaue Zeitpunkt der Uraufführung sowie weitere Umstände zur Entstehungsgeschichte heute nicht mehr zweifelsfrei ermitteln, durch einen Brief des Geigers Ferdinando Giorgetti vom 29. März 1852 an den Komponisten erfahren wir jedoch, dass die Variationen „mit wahrer Bescheidenheit nur zum Vergnügen komponiert wurden und um den Wunsch eines alten Freundes zu erfüllen“. 
Die anhaltende Beliebtheit der Komposition begründet sich möglicherweise auch darauf, dass Rossini darin auf zwei eigene, ausgesprochen populäre Opernthemen aus seiner neapolitanischen Zeit zurückgreift: So stammt das schöne Variationenthema aus seinem Melodram La donna del lago (1. Akt, Cavatina „Oh quante lagrime“), das Thema der Introduktion hingegen stammt aus der Arie „La pace mia smarrita“ aus dem zweiten Akt der Oper Mosè in Egitto. Die vorliegende Komposition im italienischen Belcanto-Stil beeindruckt durch die erfrischende Abwechslung der lyrischen Qualitäten des Instruments mit einer virtuosen Leichtigkeit und Spielfreude. Ein erhaltener Stimmensatz des Werkes befindet sich heute in der Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz und umfasst die Einzelstimmendrucke der Orchesterinstrumente sowie der Soloklarinette. Dieser bildet die Hauptquelle dieser Edition. Ein ebenfalls bei Breitkopf & Härtel erschienener Klavierauszug mit der Plattennummer 3978 ist hingegen nicht erhalten.
Die vorliegende Ausgabe gibt den Notentext des Erstdrucks nach heutigen Stichregeln wieder. Eindeutige Druckfehler, offensichtlich fehlende Dynamik und Phrasierungen wurden vom Herausgeber stillschweigend korrigiert bzw. ergänzt, desgleichen einige Sicherheitsvorzeichen, wo es sinnvoll erschien. Die Variationsübergänge in den Einzelstimmen der Quelle waren zum Teil aufgrund überzähliger Pausen problematisch. Auch diese Stellen wurden behutsam korrigiert und es wurde eine optimierte, unmissverständliche Wiederholungsstruktur angelegt.

 

Eine weitere Bereicherung dieser Ausgabe ist das enthaltene Arrangement des Herausgebers für Klarinette und Streichorchester.

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