unnamed2.jpg

AFFINITÀ ELETTIVE
Klarinettenkonzert KV 622 · Symphonie Nr. 29 KV 201
Rondo KV 373 · Sperai vicino il lido KV 368

Release 2021 · NovAntiqua Records
 
Nicolai Pfeffer, Klarinette
Orchestra della Toscana
Markus Stenz
NA55-affinitá-elettive-confezione-ok-page001.jpg.fronte-borderizzato.JPG

W. A. MOZART

Klarinettenkonzert A-dur, KV 622

Rondo KV 373 (arr. Nicolai Pfeffer)

Sperai vicino il lido KV 368 (arr. Andreas Tarkmann)

Symphonie Nr. 29 A-dur KV 201

Nicolai Pfeffer, Klarinette

Orchestra della Toscana

Dirigent Markus Stenz

Affinità elettive

»Mit einem geschmeidigen, runden und warmen Ton« (Das Orchester) hat der deutsche Klarinettist Nicolai Pfeffer, am Klavier flankiert von dem Pianisten Felix Wahl, vor drei Jahren die beiden späten Sonaten op. 120 von Johannes Brahms eingespielt und in dieser Interpretation nach den Worten des Spiegel »eine enorme emotionale Bandbreite« erkennen lassen – musikalische Erztugenden, die der 1985 geborene Künstler sehr wohl bei Lehrern wie Bruce Edwards und Ralph Manno verfeinert haben dürfte, die ihm aber offenkundig in die Wiege gelegt und schon früh durch eine Begegnung der besonderen Art geweckt wurden.

Um welche Begegnung es sich dabei handelte, verrät Nicolai Pfeffer in seiner zweiten CD, die zugleich sein diskographisches Debüt mit Orchester darstellt: Wolfgang Amadeus Mozarts singuläres Konzert A-Dur KV 622 markierte in frühen Jahren den Moment des Erwachens, den Augenblick der Erkenntnis – und wenn wir ihn heute im Umgang mit diesem Werk hören, besteht an dem wegweisenden Einfluss des singulären »Spätwerkes« kein Zweifel mehr.

Dass wir ihn hören können, verdanken wir einer Produktion, die im August des vorigen Jahres im Florentiner Teatro Verdi entstanden ist. Dort, inmitten des inspirierenden Spannungsfeldes zwischen Uffizien und Dom, Piazza della Signoria und Ponte Vecchio, dirigierte Markus Stenz das ORT Orchestra della Toscana in einem vornehmlich auf Nicolai Pfeffers Klarinettenspiel abgestimmten Mozart-Programm, das mit der beinahe jenseitigen Schönheit des Konzertes beginnt, um anschließend die unbändig vergnügten Seiten früherer Jahre aufzuschlagen, die die vorliegende Aufnahme zwar nicht in originaler, aber doch sehr origineller Gestalt präsentiert: Der erfahrene Bearbeiter Nicolai Pfeffer hat sich das Rondo C-dur KV 373 für Violine und Orchester eingerichtet und bläst an der vorgesehenen Stelle die Kadenz des bekannten Arrangeurs und Komponisten Andreas N. Tarkmann, der auch für den virtuosen Konzertsatz verantwortlich zeichnet, dem die brillante, extrem anspruchsvolle Konzertarie »Sperai vicino il lido« KV 368 zu Grunde liegt.

Beschlossen wird der Reigen von einem Solo des Orchestra della Toscana, das sich unter der Leitung von Markus Stenz mit der Symphonie Nr. 29 A-dur KV 201 des weiland achtzehnjährigen Mozart in derselben elastischen, jugendlichen Begeisterung präsentiert, die das gesamte Album auszeichnet.